Handyexperiment: Drei Wochen ohne Smartphone

Die ORF-Dok1-Redaktion und das Bildungsministerium wiederholten dieses Jahr vom 4. bis zum 24. März das Handyexperiment von 2025. Aus ganz Österreich verzichteten über 72.000 Schüler:innen für drei Wochen auf ihre Handys. Auch bei uns an der Schule haben mehrere Klassen daran teilgenommen.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Experiment vom Anton-Proksch-Institut und der Sigmund Freud Privatuniversität.

Das Experiment besteht aus drei Gruppen:

  1. Der komplette Verzicht: Der/Die Schüler:in schaltet sein/ihr Smartphone für 21 Tage aus.
  2. Der minimierte Konsum: Der/Die Schüler:in reduziert seine/ihre Bildschirmzeit auf ein Minimum.
  3. Die Kontrollgruppe: Der/Die Schüler:in verzichtete nicht auf sein/ihr Handy, sondern lieferte Vergleichswerte.

Zudem fanden sowohl vor dem Experiment als auch in und nach der Teilnahme jeweils eine Umfrage statt. Durch diese Umfrage konnten das Anton-Proksch-Institut und die Sigmund Freud Privatuniversität Werte für die Wissenschaft sammeln.

Den Schüler:innen wurden Fragen zu den wahrgenommenen Veränderungen während des Experiments gestellt.

Hast du in den ersten Tagen oft reflexartig in deine Tasche gegriffen, obwohl du wusstest, dass dein Handy nicht da ist?

“Ja am Anfang schon, meine Jackentasche hat sich ur leer angefühlt und ich habe einmal kurz gedacht, dass ich mein Handy vergessen habe. Aber nach ein paar Tagen hat das dann aufgehört.”

Wie hat sich die Qualität deiner Gespräche mit Freunden oder Familie verändert, wenn niemand durch ein Handy abgelenkt war?

“Mit Freunden hat sich nicht viel verändert, aber ich war zuhause mehr im Wohnzimmer und habe geredet oder habe Serien geschaut mit meinen Eltern.”

Was hast du mit der freien Zeit gemacht?

“Ich habe gelesen, sehr viel mit Freunden gemacht und bisschen Serien geschaut.”

Hattest du mehr/weniger/gleich viel Stress?

“Schon weniger Stress, weil ich zu Hause viel mehr Zeit hatte und mich am Abend nicht stressen musste, Hausübungen zu machen.”

Hast du eine Veränderung deiner Konzentration bemerkt?

“Ich habe mich schon ein bisschen länger auf etwas konzentrieren können als sonst und ich war auch nicht so oft abgelenkt.”

Wann war der Moment, in dem du dein Handy am stärksten vermisst hast?

“Momente, wo ich nichts zu tun und keine andere Beschäftigung hatte.”

“Ganz am Anfang, die ersten 4 Tage in den Öffis.”

Wie hat sich die Qualität deiner Gespräche mit Freunden oder Familie verändert, wenn niemand durch ein Handy abgelenkt war?

“Gespräche waren einfach länger und hatten auch mehr Bedeutung für mich.”

Was war die wichtigste Erkenntnis, zu der du gekommen bist?

“Dass ich besser als gedacht ohne Handy auskommen kann.”

“Dass man immer, wenn man auch nur den geringsten Hauch von Langeweile spürt, sofort zum Handy greifen will… und dann aber drauf hängen bleibt und wichtige Zeit verschwendet. Man hat fasst nie ein Gefühl von Langeweile und dadurch verliert man seine Kreativität.”

Welche App oder Funktion hast du am meisten vermisst?

“Am meisten habe ich TikTok vermisst.”

Hast du dich in sozialen Situationen ohne Handy manchmal unwohl gefühlt?

“In den Öffis.”

Gibt es eine App, die du nach dem Experiment deinstalliert hast?

“Ich habe keine App gelöscht, jedoch war ich kurz davor, Snapchat zu löschen. Es ist wirklich unnötig und jetzt nach dem Experiment ist es auch ehrlich gesagt nur noch nervig und die Flammen sind mir egal. Ich lösche die App nur wegen meinen Kontakten nicht.”

Bericht: Una Fischer (Redaktionsteam St. Ursula)

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